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Sicilia 2009
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Wer fährt?


Rainer fährt !












Anthropometrische Daten

  • Jahrgang 1962
  • 177cm
  • Grundgewicht: 69-70 kg
  • Reisegewicht: 67-68 kg

Physis

  • Krankheiten des Bewegungsapparats / Stoffwechsels / Kreislaufs:
    ohne
  • regelmäßiges Training:
    nur Verkehrsradfahren in der Ebene mit einem einfachen Tourenrad, statt Auto und öffentlichem Verkehr
    wenige Abstecher in den örtlichen Schwarzwald (bis 1200 Meter)
  • Jahres-km: 6000 - 8000
  • Nichtraucher
  • eingeschränkte Alkoholaufnahme
  • fettreduzierte Ernährung (nicht während längerer Radtouren)

Anzug / Hilfsstoffe

  • ohne spezielle Radfahrbekleidung - nur einfache, möglichst kurze und weite Baumwollsachen
  • für Alpenfahrten sind leichte lange Kleidung sowie Pullover und Handschuhe auch im Sommer unerläßlich
  • Sonnenschutzmittel LF 25 für Gesicht und Nacken immer, für restliche Hautfläche nach Bedarf
  • Holzsandalen lassen die Füße atmen und geben den richtigen Tritt bergauf
    der Halteriemen muß gut eingelaufen und weich sein (fetten)
  • leichte Allround-Sneakers mit steifer Profilsohle für Kälte, Krabbeln und Berg
  • ausreichend Wechselkleidung, Reserve-Sandalen
  • Helm mit Sonnenvisier für verkehrsreiche Straßen und längere Abfahrten
  • mehrmaliges tägliches Einschmieren des Sitz- und Geschlechtsbereichs (Sattel-Aufliegefläche) mit Melkfett, das ich in Spritzen aufgezogen mitführe (10ml pro 2 Wochen / fettet nach Einziehen nicht)



Nahrungsaufnahme

  • Selbstversorger - meide während dem Fahren die Gastronomie
  • zuckerreiche Grundernährung aus der Lenkertasche:
    Haribo, Nougathörnchen ('cornetto ciocolatino'), 'Torrone' (ein Zuckerwerk mit Mandeln), sehr süße Limonade, zuckerreiches Obst
  • stärkehaltige Nahrung nach Appetit und Angebot (Backwaren, Kekse)
  • Milch und deren Zubereitungen im ersten Etappendrittel des Tages
  • Fettzugabe: Nußschokolade (wenig in Italien), Nüsse
    im letzen Etappendrittel (nachmittags, abends), auch zum Ausgleich des Kochsalzverlusts : stark gesalzene Erdnüsse, salzige Dauerwurst, Chips
  • KEINE stark fetthaltigen Speisen während der Tagesetappe (Pommes, 'Sandwich' = in Italia eine Art Low-Budget-Burger getoasted mit Wurst oder Schinken, 'richtiges Essen' - Gastronomie)
  • keine weitere Rohkost außer maximal 1 kg Obst während der Fahrt
  • abends können zur Kräftigung fettreiche Speisen und in kleinen Dosen Alkohol gegeben werden, allerdings schlägt sich die Verdauungsarbeit auf die Kondition des nächsten Tages nieder
  • Trinkmenge:
    bei starker Sonne / warmem Wind oder am Berg ca. 1 Liter pro Stunde Fahrt, sonst ca. 0,5 Liter pro Stunde (Pausen zählen dabei nicht)
    zur Gewichtsersparnis muß daher evtl. Getränk während der Fahrt nachgekauft/nachgefüllt werden
    (mitgeführtes Trinkwasser dient auch zum Hände-/Gesichtwaschen wo sonst kein Wasser erhältlich)
  • spezielle Mineralmischungen für Leistungssportler, Mineraltabletten:
    sind NICHT nötig!


Budget, Reisezeit - Italia 2009

(Für andere Reiserouten dort jeweils unter [Pilot] aufrufen)

  • Durchschnittswert 45,- € täglich Nahrung / Unterkunft / Fahrt / Sonstiges / für 61 Tage in der bassa stagione (Vorsaison)
  • Selbstversorger/Zelten mit etwa 1/4 Anteil Hotel- und Pensionsübernachtungen
  • für Schüler/Studenten ist die Fahrt mit etwa 30,- € täglich durchführbar - ohne Ausrüstungskosten, ohne Kaufrausch, ohne Hotelübernachtungen und nicht im Juli / August !
  • Im Juli / August sind die italienischen Urlaubsquartiere aufgrund der Einheitsferien stark belegt und drastisch teurer.
  • Im August möglichst keine Urlaubsfahrten in Italien.

  • Typischer Preis für eine Zeltplatzübernachtung in der Vorsaison ('Bassa stagione'): ca. 10,- € für 1 Person / kl. 1 Zelt / 1 bici.
    Gebietsweise, wie Adria Nord teurer. Hochsaisonpreise für gleiche Leistung bis 30,- €, jedoch stark schwankend.
  • Übernachtungspreise Hotel Einzel Bassa stagione ca. 40,- - 50,- €.
    Leistung manchmal mangelhaft. Vom Listenpreis wird bei 'Walk-in-Übernachtung' oft noch ein guter Rabatt abgezogen. Fragen, falls nicht von vornherein angeboten (NUR Nebensaison).
  • Übernachtung Pensionszimmer / Agriturismo (ländliche Pension auf Höfen) Einzel Bassa Stagione ca. 25,- - 35,- €.
    Hier keine Rabatte üblich, jedoch insbesondere in den staatlich subventionierten Agriturismo-Betrieben oft ein hoher Standard, der die manchmal abgerissenen kleinen Hotels bei weitem übertrifft, sowie liebenswerte persönliche Betreuung und Beköstigung.
    Im Umfeld eines Agriturismo findet sich meist jemand mit Deutsch- oder Englischkenntnissen, so daß der Aufenthalt nicht am mangelhaften Italienisch gebricht.
    Der Verzehr mindestens eines kleinen Essens ist üblich, die Rechnung fällt am Ende ca. 10,- - 20,- € über dem Übernachtungspreis aus (pro Person, je nach Getränk und Zahl der 'platti').
  • Reisezeit:
    erste Woche Mai bis erste Woche Juli.
  • Die Urlaubsquartiere an der süditalienischen Küste sind oft erst Mitte Mai / Anfang Juni geöffnet.
    Das betrifft insbesondere die Zeltplätze in Calabria und Sicilia. Aber auch alle anderen Gegenden südlich der Alpen sind von der späten Saisonöffnung betroffen.
  • Nehmt unbedingt einen aktuellen Campingführer mit Angaben zur Saisonöffnung mit, z.B. den 'echten Italiener':
    Touring Club Italiano - Campingführer Italien. In jeder Buchhandlung. Nicht alle Angaben sind zuverlässig und er enthält auch nur die größeren touristischen Plätze, aber er ist besser als gar keine Information.
    Kopiert daraus den Teil Italiens, den ihr benötigt. Wenn ihr wie ich alle Regionen befahrt, müsst ihr den schweren Wälzer ganz mitschleppen. Aber ich sage euch: es hilft.
    Web-Campingführer für Italien sind oft schlecht redigiert, nicht aktuell und sehr unvollständig. Ich empfehle sie für eine Radtour mit Spontan-Übernachtungen nicht.
  • Auch viele Alberghi und Pensione in den Touristenorten haben sehr stark beschränkte Saisonzeiten. Es gibt Orte, die als Ganzes nur Juli/August oder in 2,3 Wintermonaten Saison haben. Die restliche Zeit ist alles geschlossen.
    Insbesondere im März oder April sind touristische Unterkünfte in den Ferienregionen noch rar, die meisten Zeltplätze sind geschlossen - allerdings ist auch das Wetter selbst in Süditalien zu dieser Zeit nicht stabil.
  • Der Sizilianer oder Kalabrese findet es selbst im Mai noch zu winterlich und kalt zum Baden im Meer. Die Temperaturen sind in der Tat noch frisch, aber nordseegewohnte Deutsche können die Kälte darin nicht recht erkennen.
    Im Mai ist es dagegen bereits ordentlich heiß im Landesinneren Siziliens und Kalabriens. Die Südhänge glühen und es gibt generell wenig Schatten, da die Bäume schon vor längerer Zeit abgemacht wurden.
    In den Monaten Mitte Juni bis August würde ich aus klimatischen Gründen von Radtouren ins Landesinnere Süditaliens abraten. Von den Leuten wird der mittägliche Radsportler für verrückt gehalten, während jedermann Siesta hält.
    Hinkriegen kann man es schon.- allerdings zu welchem Preis?
  • alternative Reisezeit:
    Mitte/Ende August bis Mitte/Ende Oktober, dann Strecke umkehren von D / A / CH nach Süditalien und von dort mit öffentlichen Verkehren inkl. Luft und Wasser zurück.
    Wetterrisiko und stark eingeschränkte Öffnung der Zeltplätze







Ausstattung

  • Einfaches Tourenrad aus dem Fachhandel, Neuwert unter 500 €
    Gesamtgewicht komplett gerüstet ohne Taschen ca. 18kg
  • nachgerüstet mit verschiedenen einfachen Anbauteilen, nach Verschleiß oder sonstiger Hinfälligkeit angeschafft
  • 24-Gang-Standardschaltung im 21-Gang-Modus
    größte Untersetzung 22:30
  • V-Brake
  • Reflexreifen grobstollig/Flankenstollen einer bekannten Marke mit Langlaufeigenschaft und besonderer Pannensicherheit, 4 bar
  • rundum alle in Deutschland vorgeschriebenen Rückstrahler
  • Diodenblitzer zum Anklemmen für Tunnel- und Nachtfahrten
  • Reduktions-Rückspiegel
  • Sattel mit druckreduzierter Aufliegezone 'Knochensitz' (muss genau eingestellt sein, Langstrecken-erproben zuhause)
  • wasserdichte Gepäckträgertaschen Mainstream MSX (ca. 70 €), darüber eine wasserdichte querliegende Packtasche Tatonka Barrel (ca. 65 €), die auch mit Schultergurten getragen werden kann.
    Außerdem wasserdichte, jeweils abnehmbare Lenker- und Rahmentasche (Mainstream MSX ca. 40 € bzw. Decathlon ca. 8 €).
  • 2 Flaschenhalter mit Aluflaschen 0,7
  • Zeltausrüstung, gesamt ohne Essgeschirr ca. 7,5 kg:
    Leichtzelt Nordisk Norheim (ca. 230 €), 2 Personen mit großem Vorraum, 3,7 kg (mit Hammer leicht)
    erhältlich auch in geringfügig leichterer Ausführung
    PU-Plane (Footprint) als Unterlage 1 kg
    selbstblasende Luftmatte dick (ca. 15 €) 1,2 kg
    Schlafsack Meru Kolibri Daune extraleicht (ca. 100 €) weiter Temperaturbereich bis +2°, 0,8 kg
    (das minderwertige Kunststofffutter, das mein Exemplar noch aufweist - übler Geruch - scheint vom Hersteller geändert worden zu sein)
    Gaskocher MSR Pocket Rocket mit Minikartusche (ca. 25 €) 0,4 kg
    ausschließlich zur Kaffeebereitung + Notbrühe
    >>> Die amerikanischen Kartuschen sind in Italien schwer beschaffbar - je nach Region:
    Generell sei für Italien ein Kocher mit französischen Kartuschen empfohlen!
    Stuhl Relags Dreibein (ca. 13 €) 0,5 kg
    ---> die Zeltausrüstung mit großem Zelt ist bei 7,5 kg als schwer anzusehen
  • Wandern:
    dezentes einfaches Daypack
    auch als Handgepäck beim Fliegen
  • Gadgets:
    Ausnahmsweise nahm ich zum Quartiermachen im Notfall ein extraleichtes Billig-Funktelefon mit (wenig gebräuchliche Bezeichnung für Hendi) - ich benutze so etwas sonst nie. Sehr oft war es auch nicht nützlich - telefonieren auf Italienisch muss erstmal gelernt sein.
    Da es immer ausgeschaltet mitgeführt wurde, war der 5000-km-Transport des zugehörigen Ladegeräts ein überflüssiger.
    Musikspieler für unabwendbare Fahrtpausen - wurde am Ende ebenfalls kaum in Betrieb gesetzt.
    Mein wichtigstes Gadget (Klimbim, Elektro-Zeuch) ist meine Kamera, die inkl. ca. 1 kg wiegt - ein schwerer Brocken.
    Gnadenlos produzierte sie über 10.000 Lichtbilder meiner Fahrt, von denen etwa 4.000 gleich wieder gelöscht wurden und fraß Speicherkarte um Speicherkarte, weil sie nur mit 2-GB-Karten betrieben werden kann.
    Das noch wichtigere Gadget, ständig im Einsatz, war daher ein eisenloses Steckerladegerät mit zwei 4er-Sätzen AA-Akkus 2500 / 2700 mAh und einem 4er AAA. Die Aufladungen erfolgten in Campingklos und an Hotelsteckdosen.
    Die Menge an Akkus ist nötig, weil insbesondere der Kamera rasch die Luft ausgeht und nicht jeden Tag geladen werden kann. Ein Ladezyklus dauert viele Stunden. Schnellladegeräte ruinieren dagegen die Akkus schnell.
    Als weiteren Akkuverbraucher eine sehr genügsame Dioden-Stirnlampe zum Kartenstudium des nächtens und als Reserve-Fahrtleuchte. Ein voller Akkusatz reicht für über 100 helle Betriebsstunden, allerdings muss man damit rechnen, daß sich die Lampe wegen versehentlichen Dauerbetriebs entlädt - dann bleibt es ohne Ladegerät duster.
    Nicht mitgeschleppt wird meinerseits ein Navigationssystem. Ich habe Freude an Land- und Wanderkarten und in der Stadt orientiere ich mich meist hilflos gut.
    Stattdessen führe ich einen formschönen Schweizer Kartenkompass mit, der für diese Radtour überaus nützlich, ja essentiell war. Er bommelt bei unübersichtlicher Richtungslage griffbereit vom Lenker.
    Ebenfalls dort angebunden: Ein Acme Thunderer (Trillerpfeife) für wilde Tiere.
  • Total-Rüstgewicht für 2-Monats-Tour:  55 kg
    inkl. 4-7 kg Proviant und Wasser




Ersatzteilliste

  • 1 Ersatzschlauch
  • vollständiges Flickzeug mit Ersatzventil, Ventilkappen sowie Extra-Flicken
  • 4 Paar Bremsbeläge für V-Brake
  • Kettenverschlußglied
  • Kettenniet HG
  • Kettennieter
  • 2 Ersatzspeichen (eigenhändiger Ersatz nicht möglich, falls Bruch auf der Kassetten-Seite des Hinterrads)
  • 1 Bremszug
  • 1 Schaltzug
  • ca. 50 Kabelbinder in 2 Größen
  • 4 Reseve-Speichenreflektoren
  • 2 Dutzend verschiedene Schrauben, Muttern und Scheiben, radspezifisch und universelle, auch kleine Spax
  • Acryl-Kleber füllend 2-Kompon., halbe Tube
  • kleine Rolle Gewebeband schwarz, Teilmenge
  • angebrochene Kleinrolle Tesafilm (ohne Abroller)
  • Werkzeug:
    Faltbares Universal-Radwerkzeug mit Messer, faltbares Zweit-Universalwerkzeug mit Spitzzange, 2 Reifenheber, kleiner Einzel-Schraubendreher Schlitz, Stirnlampe, Lappen, feuchte Tücher, kleine Schere, klappbare Hochdruck-Standpumpe mit Manometer

Alle Ersatzteile und Werkzeuge werden in Sachgruppen bzw. einzeln wasserdicht in Kunststoffbeutel (Gefrierbeutel) bzw Musterbeutel mit Verschlusslippe verpackt, als Schutz gegen Unglücke von außen (Regen, Rad kippt in See) und von innen (Seife, Cola läuft aus) sowie für besseres Packen und Handling.
Das Universalwerkzeug aus Edelstahl liegt in der Werkzeug- oder Lenkertasche bereit, ebenso einige Kabelbinder.
























Impressum / Kontakt / Contact


  • Rainer Jehl
    Lange Straße 28
    D-76530 Baden-Baden

    Germany

  • Steuerno. / tax no.
    33063/05047
    FA Baden-Baden

  • rainer@enjoyyourbicycle.de

  • Please contact me in english.
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