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nacktradeln.de
von der Bremer Nacktradel-Front :


Weitere Erlebnisse

von und mit Roland



Ein fröhliches Moin aus Bremen,

hier weitere Erlebnisberichte von der neuen Bremer Nacktradelfront.

Nach meiner 1. Erfahrungen im Blockland, wollte ich nun unbedingt dieses Gefühl wiederholen. Ich hatte zuerst auf Google Earth Routen ausgespäht, von denen ich erhoffte, dass man dort relativ ungestört radeln kann, und wurde nicht weit von meiner Haustür fündig: es sollte eine kleine Tour durch die Wümmewiesen werden.

Es war ein sehr warmer Tag, den ich schwitzend im Büro verbracht hatte, so wollte ich abends mir noch ein wenig frischen Wind (nicht nur um die Nase) wehen lassen.

Nach 3-4 km war ich dann aus der Stadt raus und die Wiesen mit den vielen Wirtschaftswegen lagen vor mir. Da die Norddeutsche Tiefebene bekanntlich ziemlich flach ist und man sehr weit gucken kann, mußte ich noch ca. 1 km fahren um einen geeigneten Ausziehpunkt zu finden.
Der Kleidung entledigt ging es zunächst ziemlich flott voran, wenngleich der Untergrund immer unebener wurde. Sofort war aber wie dieses Gefühl unbegrenzter Freiheit, das in mir aufstieg. Dummerweise habe ich aber eine Abzweigung verpasst, und so endete der Weg mitten auf einer Wiese. Aber zurück wollte ich nicht, so schob ich mein Rad weiter bis zu einer Stelle von der ich glaubte, dass dort ein Weg verläuft. Zu meiner Überraschung war das dann ein Sommerdeich der Wümme bzw. eines Nebenarms. Der Deich ist bewachsen aber befahrbar, so fuhr ich dann bis zu einer Brücke, wo ich dann das andere Ufer erreichen konnte.

Da auf dieser Brücke oftmals einige osteuropische Männer angeln, habe ich mir vorsichtshalber eine Hose angezogen. Glücklicherweise war dort niemand, also Hose wieder runter.
Von der Brücke aus entdeckte ich eine Art Sandbank, von der ich in den Fluß waten konnte. Leider ist er nicht sehr tief und hat auch eine gewisse Strömung, darum ging ich nur bis zu den Hüften hinein um mich ein wenig nass zu machen. Patschnass, weil kein Handtuch dabei, aber erfrischt dann wieder rauf aufs Rad, den Weg hatte ich ja wiedergefunden. Bislang war mir noch kein Mensch begegnet.



Nackt am Hodenberger Deich



Das änderte sich dann an einer der nächsten Kurve, die ich nicht einsehen konnte, dort standen drei junge Männer um ihre Autos mitten auf dem Weg, Ich stockte kurz, als sie mich auch schon sahen, anziehen war also nicht mehr. So trat ich weiter in die Pedale und mit einem munteren wie herzhaften Moin, das auch erwidert wurde fuhr ich an ihnen vorbei. Die Blicke waren etwas skeptisch, wahrscheinlich wäre es ihnen lieber gewesen, ich wäre weiblich und dreissig Jahre jünger, aber es war nur ich.

Später bin ich noch einen Radrennfahrer (Blick stur geradeaus) und ein älteres Ehepaar (kopfschüttelnd) begegnet. Es wurde dann etwas belebter (Straße nach Fischerhude) so zog ich meine Hose für ein paar Kilometer wieder an, nur um sie bei der nächsten Querverbindung wieder auszuziehen. (Noch ein paar wenige Begegnungen, ohne nennenswerte Regungen.)
Bei der Rückkehr am Stadtrand war es mittlerweile ziemlich dämmerich, so fuhr ich nackig weiter, auch hier nur ganz wenig los, aber auf diesem Weg muss man nacktfahren, die Straße heißt schließlich Hodenberger Deich (kein Witz).

Bevor ich wieder weiter in die Stadt rein fuhr, wieder rein in die Klamooten und ich war glücklich und zufrieden, wieder ein paar Kilometer (geschätzt ca. 12-13) nackt geradelt zu sein.

Ich habe das mittlerweile noch einmal probiert, und dabei sogar auch freundlich winkende Menschen erlebt. (Übrigens auf der anderen Weserseite, wie von Uli beschrieben) Es gestaltet sich aber schwierig, da das Umland von Bremen doch ziemlich dicht besiedelt ist und immer wieder kleinere und größere Ansiedlungen den Weg kreuzen. Da ich doch auch beim Nacktradeln gewisse sportliche Ambitionen habe, suche ich nach Wegen, wo man mindestens 10 oder sogar 20 - 30 km am Stück nackt fahren kann. Mit entgegenkommenden oder zu überholenden Passanten habe ich nicht so ein Problem, aber noch traue ich mich nicht durch geschlossenen Ortschaften zu fahren; vielleicht kommt das noch.