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Nacktradeln und Tiere

Hallo liebe Nacktradler !

Tiere sind immer beliebt, aber manchmal werfen sie auch Probleme auf.
Hier haben wir für euch typische Probleme von Nacktradlern contra Tieren aufgelistet.

Sollten wir dabei etwas vergessen oder unzureichend behandelt haben, bitten wir euch um Korrektur und eure Meinung

Viel Spaß und angenehmes Nacktradeln!

  • Nacktradler und Hunde
  • Der Hund ist des Menschen bester Freund, aber er tendiert auch zu Feindschaften denjenigen gegenüber, denen sein Herr nicht wohlgesonnen ist. Hunde sind treu !
    Wir werden unbekleidet an doppelt soviel spazierengeführten Fleischhunden vorbeiradeln als sonst, denn bei warmem Wetter sind auch deren Besitzer gern auf unseren Strecken unterwegs.
    Man unterscheidet den ängstlichen Hundeführer, der ständig horcht und um sich schaut, ob jemand kommt, um dann seinen armen Schutzbefohlenen einzufangen und festzuhalten, sowie denjenigen, der seinen Hund irgendwo laufen läßt, und darauf vertraut, ihn schon später einzusammeln, während das Tier frei seinen Trieben folgt.
    Wir wissen, daß die radfahrerfressenden Hunde von der letzten Sorte sind. Hier hilft schnelle Flucht, was vielen Jägern eine angenehme Befriedigung verleiht.
    Wenn deren Herr den Nacktradfahrer bemerkt, wird nämlich oftmals nur halbherzig zurückgepfiffen.
    Gefährliches Nacktradfahren!

    Vorsicht auch vor dem Förster! Der Förster ist konservativ, aufbrausend, und er meint, er hätte das Hausrecht im Wald - allzeit durchsetzbar mit dem Hund.
    Fahrt nicht, wenn der Förster kommt.

    Gerne werfen sich uns auch zappelige Hundezwerge in die Spur und wir erschrecken uns schlimm. Danach noch etwaige Beschimpfungen der betreffenden Damen.
    Deshalb sei Nacktradlern zum deutlichen Abstand von freilaufenden oder auch langangeleinten Kleinhunden geraten.
    Klingelt euch den Weg frei. Es ist besser, auch mal ein bißchen laut aufzutreten, als ein Zusammenstoß mit viel Diskussion.
    Die meisten Hundebesitzer haben ebensoviel Angst vor dem zähnefletschenden Nacktradfahrer wie ihr Hund :-)

  • Pudel
  • Gerne sieht man kleine Kläffer, die in Fahrradkörben von Damen mittleren Alters umherreisen.
    Sie wachen scharfen Auges über den rückwärtigen Verkehrsraum, um im Falle einer gefährlichen Annäherung den Angreifer nachhaltig zu verbellen.
    Der köstliche Überraschungseffekt, ahnungslose Frauen auf dem Rad zu überholen, und ihnen dabei plötzlich ein ungewohntes Radfahrerbild zuteil werden zu lassen, mißlingt hier, denn auf das Pudelkläffen haben sie sich schon längst nach euch umgedreht.
    Na ja: die Frauen wissen schon:
    Nackte Radler beissen nicht !

  • Polizeihunde
  • Wo Polizeihunde über 80 Kilo ungeleint ausgeführt werden, fahre ich nicht nackt (im Park bei der Polizeidirektion).
    Falls doch einmal: Lächeln !

  • Pferde
  • Pferde und ihre Reiter stellen weitere beachtenswerte Verkehrskontrahenten dar.
    Vielleicht fahrt ihr wie ich öfter mal die Straße durch den Pferdehof (nackt), da wird man euch schon kennen.
    Wenn ihr mit 30 km/h von hinten an den Reiter ranflitzt, ist er ganz dankbar, wenn ihr äußerst links überholt. Die nervösen Reittiere erschrecken sich furchtbar vor Wesen, die man nicht hört.
    Wenn der Weg eng ist, solltet ihr euch mit Hilfe einer Schallzeichenglocke rechtzeitig vor dem Passieren avisieren, damit die Reiterin ihr Tier auf die Seite dirigiert.
    Viele Mädchen haben ihr Pferd nur knapp im Griff.
    Sie sind etwas durcheinander, wenn das Pferd unruhig ist und dann zieht noch unvorbereitet ein blanker Arsch vorbei.

  • Wildschweine, Rehe, Hasen
  • In den Wäldern herrscht eine Wildschweinplage.
    Wildschweine treten dem Menschen jedoch nur nachts in einsamen Gegenden entgegen.
    Falls ihr einmal eine solche aufsuchen wolltet, empfehle ich die Zuschaltung eurer ratternden Lichtmaschine.
    Eventuell anstehende gefährliche Wildschweine würden so schon frühzeitig auf euer Kommen aufmerksam.
    Anderes Niederwild dagegen steht gerne lang neben dem Weg an, und flieht nachts erst, wenn ihr unmittelbar dran vorbeiradelt.
    Nicht erschrecken, der Wald lebt !

    Eingehegte Wildschweine interessieren sich nur für euer Vesper, aber trotzdem Vorsicht:
    Tiergehege ziehen konservative Familien an, macht euch auf was gefaßt, wenn ihr da nackig rumfahrt !

  • Schlangen
  • Ihr denkt, ich sei jetzt völlig gestoned, aber wos warm ist, kriechen auch Schlangen über den Radweg. Da wo ich nackt fahre, sogar äußerst fette !!
    Wenn ihr bitte davon absehen könntet, Schlangen mit dem Rad zu überrollen, weil sie gefährlich aussehen.
    Schlangen sind selten und schützenswert.
    Die in Mitteleuropa vorkommenden Schlangen springen Nacktradler nicht an.
    Vielen Dank!

  • Libellen
  • Libellen sind freundliche Tiere, die einen schönen Zierrat für den nackten Menschen formen.
    Sie stehen euch, wenn sie euch beim Dahinrollen umschwirren, aber auch, wenn sich eine während eurer Rast auf dem Zeh niederläßt.
    Libellen beißen Nacktradler nicht.

  • Wespen
  • Tiere, vor denen ihr euch fürchtet, aber denen man oft trotzdem nicht ausweichen kann.
    Wespen suchen die Nähe zum Menschen und seinen sagenhaften Nahrungsmitteln, die sie auch mögen.
    In einsamen Gegenden wird man weniger Problem mit ihnen haben, als am Baggersee mit Hochbetrieb und lauter rumfaulendem Dreck.
    Die Hauptflugzeit ist der Spätsommer.
    Leider ist es an manchen Orten dann unmöglich, saftreiches Obst im Freien zu essen.
    Ich verwende in diesem Fall einen Futterköder, indem ich den Wespen ein aufgebrochenes Stück Obst oder auch ein Stück sehr stark parfümiertes Haribo hinwerfe.
    Wenn alle relevanten Angreifer im Köder gebunden sind, packe ich mein Essen wieder aus.
    Oftmals langt man aber versehentlich doch in eine Wespe, die irgendwo versteckt sitzt, z.B. unsichtbar am eigenen Körper.
    Gegen die so entstehenden Stiche führe ich grundsätzlich beim Radfahren einen in der Apotheke erhältlichen Betäubungsmittelstift mit, der auch gegen Mückenbisse gut hilft, außerdem, wenn man in eine Biene getreten ist.
    Dann ist das Malheur schnell vergessen.


Weitere gefährliche Tiere :

  • Stechmücken
  • Stechmücken lassen sich nicht umfahren.
    Vielmehr müssen wir uns beim Nacktradeln ausgesprochen darauf einstellen, total zusammengestochen zu werden.
    Die Flugzeit der unterschiedlichen Stechmückenarten und ähnlich wirkender Tiere beginnt im Frühsommer. Die unangenehmeren Exemplare fliegen erst in der Dämmerung und in der Nacht. Gegen Ende des Sommers fliegen nachfolgende Generationen auch tagsüber.
    Sie treten in Verbindung mit Wasser auf, also da, wo man besonders gerne nackig radelt.
    Allerdings fliegen tagsüber im Schatten auch kleinere Stecher, und am Wasser auch Bremsen.
    Aber nicht von allem, was dem unkundigen Auge als gefährlich erscheint, droht auch Gefahr.
    Faustregel: Gefährliche Sauger sieht man nicht - man merkts erst, wenns zu spät ist.
    Mücken könnt ihr auch nicht davonfahren - die setzen sich ausgezeichnet an eurem Knöchel fest, während ihr mit 35 Sachen den Damm entlangrennt.
    Gestochen wird gerne in die Beine (Geruch), insbesondere Kniekehlen und Füße. Außerdem ins Gesäß (Schweiß) und in den Nacken.
    Betroffen können aber alle Körperstellen sein - sogar, wie die Gegner des Nacktradfahrens hämisch vermuten, das Genital :(
    Nichts jämmerlicher und häßlicher als ein zerstochener Arsch, präsentiert in Aughöhe auf dem Fahrradsattel!

    Was also unternehmen ?
    Es ist äußerst ratsam, während der Flugzeit blutsaugender Insekten ein entsprechendes Abwehrmittel aufzutragen!
    Hierzu trifft man auf konträre Meinungen und ich suche meine eigene dazu heraus:
    Es ist nicht nötig, sich beim Nacktradeln wie überhaupt beim FKK ganz mit Abwehrmitteln einzuschmieren.
    Untertags kann man meist völlig darauf verzichten.
    Abends empfehle ich, wenn in Wassernähe gefahren werden soll, dazu zählen auch Bachläufe oder nur Wiesengräben, das Einschmieren wenigstens der Beine, der Fußknöchel und des Hintern.
    Verkehrt ist es dagegen, sich nur ein bißchen den Rücken mit Insektenvernichtungsmittel einzureiben, weil viele Zubereitungen ein heftiges Brennen auf schwitzender Haut verursachen - Rücken und Nacken sind da recht empfindsam. Die gern gestochenen Beine und der Podex weniger.
    Zu den Substanzen: Wer möchte nackt sein und nach Zwiebel riechen oder nach Flüssiggas ?
    Neuzeitliche Insektenabwehrmittel gibt es in angenehmen und erotischen Duftnoten. Ich empfehle einen gelegentlichen Besuch in eurer Apotheke, wo zahlreiche Präparate mit naturähnlichen Gerüchen vorgehalten werden.
    Man muß einmal probieren, was einem gefällt.
    Die Wirkung ist selbstredend auch Gegenstand solcher Versuche.
    Es muß bei weitem nicht immer das aus der Familie bekannte Produkt der Firma Bayer sein, es geht auch mit pflanzlichen Stoffen recht gut.
    Vorsicht, Zubereitungen aus ätherischen Ölen sind manchmal äußerst heftig auf der Haut wirkend.
    Insektenschutz muß über dem Sonnenschutz aufgetragen werden. Diesen dazu erst lange einziehen lassen.
    Die Mittel sind in der Regel leicht wasserlöslich (Öle nicht so), und schwemmen sich ab, wenn ihr auch nur kurz euern Fuß ins Wasser tunkt. Deshalb nach Wasserkontakt erneuern. Ebenso im Hüftbereich nach vielen Kilometern Pedaltreten (Schweiß).
    Rauchen zur Abwehr von Stechmücken finde ich sehr häßlich, und es hilft auch in der unteren Körperhälfte wenig.

    Gestochen werdet ihr trotz Schutzvorkehrungen.
    Aber wenn ihr richtig katastrophal verhunzt werden wollt, dann fahrt ihr an einem warmen Sommerabend ohne Insektenvertilgungsmittel.

  • Läuse
  • Naja - erstmal ein kleines Entwarnung:
    Nein, da sind nicht die kleinen Kriechtiere gemeint, die euch gemeinhin um die Eier springen :).
    Relevant für den Nacktradler sind vielmehr Tiere, die oft als Mücken mißdeutet werden, jedoch flugfähige Blattläuse in ihrer Schwarmzeit darstellen.
    Sie können vom April an, besonders im Frühsommer, bis in den Herbst in unglaublich dichten Wolken über Wiesen und am Wasser stehen, und zwar ab der Dämmerung.
    Fährt man durch so einen Schwarm, der über viele hundert Meter stehen kann, setzen sich diese Flieger überall in die Körperhaare, in die Nase und auch ins Auge.
    Wohl dem, der rasiert ist, da bleiben sie nicht so hängen.
    Aber mal am Rande: welcher Kerl will denn schon aussehen wie ein 13-jähriges Mädchen ?
    Also haltet das bisschen Läuse aus und laßt eure Haare dran !
    Beißen tun sie nicht, und man kann sie auch leicht abwischen :-).
    Damit sie nicht in eure Augen fliegen, hilft eine Schirmmütze (immer mitnehmen), oder ein ergänzendes Nasenfahrrad. Außerdem sammelt man nicht so viele auf, wenn man langsam durch den Schwarm fährt, vielleicht sogar schiebt.

  • Augenkrebse
  • Das sind nun auch Tiere, die in der Dämmerung durch die Luft fliegen, und, wie der Name schon sagt, sich in den Radler-Augen festkrallen.
    Eine ganz schön mißratene Sorte Tier, die selbstredend alle Radfahrer plagt, nicht nur nackte.
    Es gibt kleinere und größere Typen, wobei die großen langen ganz schön zwicken können, aber nicht so oft tatsächlich im Auge landen.
    Ein sogenannter Augenkrebs verursacht bei einem Treffer höllische Schmerzen und muß in der Regel gleich entfernt werden.
    Hierzu sollte unbedingt ein Rückspiegel montiert sein.
    Verfügt euer Gefährt nicht über einen verkehrsfördernden Rückspiegel, solltet ihr einen Taschenspiegel o.ä. immer mitführen.
    Ihr haltet an und sucht ein Papiertaschentuch.
    Nun öffnet ihr die Augenlider des betroffenen Auges mit der Hand und sucht im Spiegel nach dem Augenkrebs.
    Mit einer Ecke des sauberen, noch steifen Tuchs so lange nach dem Krebs in der Augenschleimhaut haschen, bis er daran hängen bleibt.
    Geübte Radler fangen den Krebs auch mit bloßem Finger. Mediziner mögen diese Methode aber gar nicht.
    Und ohne Spiegel kriegt ihr ihn ohnehin nicht ab.
    Vielleicht habt ihr einen Mitfahrer, der es übernehmen kann.
    Sonst heißt es: Zähne zusammen beißen.
    Spätestens am nächsten Tag kommt der Augenkrebs in Einzelteilen wieder heraus.
    Es ist aber sehr ungünstig, Krebse aus Bequemlichkeit im Auge zu lassen, bis sie von selbst wieder herausfallen. Der Schmerz wird nur wenig schwächer.
    Ihr tut euch keinen Gefallen, den Angreifer zu ertragen, bis er ersäuft. Große Exemplare hält man eh nicht lange aus.

    Vermeidet Augenkrebse:
    Tragt eine Brille oder mindestens eine Kappe mit Schirm, tief nach unten gezogen, während der Dämmerung.
    Wie ihr im Fernsehen seht, haben Profiradler dafür oft einen Helm mit Visier.
    Das wird aber niemand mehr Nacktradeln nennen wollen.

  • Zecken
  • Kann ich guten Gewissens mit entblösstem Rücken durch Wälder und Auen streifen ?
    Ja, denn die Pharmaindustrie hat in den vergangenen Jahren dankenswerterweise für die Verbreitung der Tatsache gesorgt, daß Zecken nicht von Bäumen fallen, wie es früher in der Schule gelehrt wurde.
    So gesehen ist Nacktradfahren völlig unproblematisch in punkto Zecken.
    Allerdings kann man sich Zecken abstreifen, wenn man an engen Wegen Gras oder Buschwerk tangiert.
    Wer ängstlich ist, sollte Arme und Beine dann bei nächster Gelegenheit kontrollieren.
    Bei Zecken handelt es sich nicht um irgendwelche kleinen Dinger, die krabbeln, davon gibts nämlich hunderte verschiedene, sondern um ganz speziell geformte Lebewesen, die man sofort erkennt, wenn man sie nur einmal gesehen hat.
    Sie haben eine dreieckige Kontur (Spitze = Kopf) mit einer Art Rüssel vorne, und 8 Beinen. Der flache Hinterleib ist kastanienbraun abgesetzt.
    Zecken kommen weniger in städtischen Parks vor, als in selten begangenen Naturschutzzonen.
    Sie mögen Wildwechsel, Wasser und hohes Gras oder Gebüsch am Waldrand.
    Es gibt Waldwiesen voller Zecken.
    Ihr werdet euch weniger beim Fahren selbst, als bei der Rast auf einer solchen eine einfangen.
    Die aktivste Zeit der Zecken ist der Frühling, aber sie kommen bis in den Herbst vor.
    Gegen Zecken helfen viele der oben behandelten Insektenabwehrmittel, aber nicht alle !
    Sind Zeckenbisse gefährlich ?
    In seltenen Fällen kann es zu scheußlichen Erkrankungen kommen.
    Die Wahrscheinlichkeit ist geringer, als in der Öffentlichkeit dargestellt.
    Dennoch sollte sich impfen lassen, wer in einem der sogenannten Risikogebiete oft nackt unterwegs ist.
    Sagt es nicht eurem Arzt, was ihr macht - den haut es um sonst.
    Die mögliche Impfung schützt nur gegen die sehr seltene Hirnhautentzündung.
    Es gibt eine weit häufigere Infektion, die auch schlimm ausgehen kann, und gegen die gibt es keine Impfung.
    Die Impfung ist selbst auch scheußlich und zeitaufwendig.
    Aber wenn ihr euch impfen laßt, berät euch euer Arzt und ihr lernt viele kluge Dinge über Zecken, und das ist gut.