Erste Begegnung mit den Freunden und Helfern |  |
Ich lese die Seite schon eine Weile, weil ich (a) die Bestätigung gesucht habe, dass ich mit meinem Hobby nicht alleine bin und (b) gerne sehen möchte, auf welche Reaktionen man in diversen Teilen der Republik trifft.
Ich hab vor drei Jahren mit dem Nacktradeln angefangen, als ich mir nach langer Fahrradabstinenz aus Fitnessgründen endlich mal wieder ein Fahrrad geleistet hatte – und es hat meiner Figur sehr gut getan.
Bei schönem Wetter fahre ich nun im Sommer jeden Tag bis zu 30 km, und das zu 90% splitternackt (den Rest lediglich mit Shorts). Anfangs hab ich immer erst im tiefen Wald die Hüllen fallengelassen, aber jetzt tu ich es meist schon an der „Siedlungsgrenze“. Ich fahre meist dann, wenn es nicht brütend heiß ist, und auch nicht unbedingt zu Zeiten, in denen typischerweise Familienausflugszeit ist. So hab ich kaum negative Reaktionen bei Begegnungen mit Wanderern oder anderen (bekleideten) Radfahrern gehabt. Einmal ist mir auch ein Nacktjogger begegnet, der aus unerfindlichen Gründen ins Gebüsch flüchtete. Lediglich ein Förster (oder so etwas Ähnliches) bat mich einmal, mir doch die Hose wieder anzuziehen („Wenn hier so ’ne Frau mit Hund vorbeikommt, die ruft dann gleich die Polizei.“). Ich wollte nicht diskutieren und leistete dem Wunsch Folge … bis zur nächsten Abbiegung.
Obwohl der größte Teil meiner Strecke (die ich ständig variiere) über freies Feld und durch Wald führt, fahre ich auch auf einem Radweg entlang einer vielbefahrenen Landstraße und überquere diese. Außerdem führt der Weg über mehrere Autobahnbrücken (hier hört man manchmal Lkw-Hupen bei der Überfahrt). Im Durchschnitt begegne ich null bis drei Personen pro Ausflug.
An besonders heißen Tagen fahre ich häufiger über Waldwege und Straßen, auf denen man mit mehr Begegnungen rechnen muss, weil ich denke, dass bei heißem Wetter das Verständnis größer ist (und vielleicht inspiriere ich auch den einen oder anderen, es ebenfalls auszuprobieren). Das war auch heute der Fall. Nachdem ich einer Gruppe von ca. 10 Radfahrern und mehreren Autofahrern begegnet war, bog ich in einen Wald ein, überholte dort zwei ältere Herren mit Dackel und sah dann zwei berittene Polizistinnen in ein paar hundert Metern Entfernung, die mir auf gleichem Weg entgegenkamen. Nun war ich sehr gespannt auf deren Reaktion. Ich setzte mein schönstes Lächeln auf, fuhr im Normaltempo weiter und grüßte freundlich. Die beiden hübschen Uniformierten lächelten freundlich zurück … und das war’s. Ich hatte fast das Gefühl, die wären am liebsten auch nackt auf ihren Pferden unterwegs gewesen. Mich würde es freuen!
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