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Endlich war es mal wieder warm...

Endlich war es mal wieder warm - 3. Bericht

von und mit onby


hallo freunde des textilfreien radelns (und überhaupt des textilfreien seins!)

nach langen verregneten und kühlen wochen, in denen ans nacktradeln nicht zu denken war, meinte es das wetter am letzten wochenende doch mal wieder gut mit uns...

leider konnte ich aus verschiedenen gründen nicht an der nacktradel-tour in karlsruhe teilnehmen (schaaaade!!), aber immerhin liess ich es mir nicht nehmen, mal wieder allein auf tour zu gehen.

der zeitpunkt war mit ca. 13 uhr recht mutig gewählt und wie immer radelte ich normal bekleidet zum rheinufer. auf beiden seiten des rheins verlaufen schöne rad- und wanderwege. teilweise parallel nebeneinander, in verschiedenen höhenlagen und mit und ohne bepflanzung. man kann sein nacktradeln also ganz langsam steigern und zunächst so fahren, dass man nicht gleich von allen spaziergängern, joggern und radlern gesehen wird.

in der nähe sind jede menge felder, wiesen, reiterhöfe und so gibt es genug ruhige plätze, an denen man sich der kleiderung entledigen kann.

so tat ich es auch diesmal und schon ging es los. zuerst über ruhige wege quer durch wiesen und felder.

ein herrliches, lang vermisstes gefühlt....!!

aber samstag ist man mit seinem drang nach frischer luft und sonne nicht allein, und so kam es schon nach kurzer zeit zu den ersten begegnungen mit spaziergängern.

ich möchte nicht jede einzelne begegnung beschreiben, dafür waren es zu viele. nur soviel: es war wieder einmal keine negative reaktion zu verzeichnen.

ältere damen mit hunden, jüngere männliche mountainbiker, junge frauen und männer auf inline-skates, einzeln in kleineren gruppen.

wenn überhaupt erstaunte blicke, häufiger lächeln und meistens überhaupt keine regung.

nach wenigen minuten fühlte ich mich nackt auf dem rad so normal, als wäre ich bekleidet...

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unterwegs musste ich dann an 2 jungen reiterinnen auf ihren pferden vorbei und die beiden gäule machten sich ganz schön breit.
ich überlegte noch, ob ich mich kurz bemerkbar machen sollte. aber a) hat mein rad keine klingel und b) wollte ich die pferde nicht aufschrecken.
also fuhr ich langsam hinterher und als die gelegenheit günstig und der weg breit genug war, trat ich in die pedale und fuhr vorbei. die mädels unterbrachen ihre unterhaltung und ich vernahm noch ein "huch!", welches aber sehr freundlich klang. ich drehte mich nicht um, sondern fuhr unbeirrt weiter.

nach einer guten stunde war es an der zeit umzukehren. in dieser zeit fuhr ich in die ganze zeit "ohne". aber eben auch nur in diesen gegenden; also nicht durch ortschaften etc...

nun war ich extrem mutig und fuhr direkt auf dem deich am rhein zurück. begegnungen hatte ich auch wieder und verliefen allesamt wie zuvor beschrieben.

es gibt abschnitte am rhein, wo man am samstag quasi totgetreten wird. hier war es aber so, dass ich im schnitt ca. alle 200 - 300 meter eine begegnung mit einem radler, spaziergänger oder jogger hatte.

nur einmal bemerkte ich einen radfahrer im mittleren alter (ca. 40-50), der sich doch sehr für mich interessierte. und zwar bemerkte ich es, als ich einmal kurz anhielt und mich umsah. dort stand auch er mit seinem rad gute 200 m hinter mir. als ich wieder losfuhr radelte auch er los. ich hielt an, er hielt auch wieder an.

"na, freundchen", dachte ich mir, "mal sehen, wie flink du bist" und trat kräftig in die pedale. er zog an, doch der abstand wurde größer und größer.

ich bog dann in einen anderen feldweg ab und düste weiter. irgendwann hielt ich an und sah, dass er verzweifelt auf dem damm stand und in alle richtungen sah... :-)

na, vielleicht wollte er mich nur nach der uhrzeit fragen...

ich radelte dann nach hause (bekleidet)...

schön wäre es, wenn sich mal ein netter mitradler finden würde. denn in manchen momenten kommt man sich allein nackt auf dem rad doch noch ein wenig doof vor....

bis zum nächsten mal,
tom

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