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Erster Erfahrungsbericht zum Thema
"Nude Biking"

Erster Erfahrungsbericht zum Thema "Nude Biking"

von und mit onby


nachdem ich durch zufall diese seite gefunden habe, wollte ich nun auch einmal durch schilderung eigener erfahrung etwas zum thema beitragen.

ich finde das gefühl, sich ohne störende kleidung im freien zu bewegen schon seit vielen jahren äusserst reizvoll. dabei geht es mir nicht einmal sexuelle aspekte. es ist irgendwie einfach der reiz, dort draussen nackt zu sein, wo die gesellschaftlichen zwänge kleidung "vorschreiben".

angefangen hab ich vor einigen jahren damit, mich einfach mal nach einbruch der dunkelheit auf einem abgelegen parkplatz, feldweg oder menschenleeren park zu entblättern und ein wenig herumzulaufen.

mit der zeit wurde das aber irgendwie zu langweilig und ich suchte neue herausforderungen - sprich: orte. dann gab es aber einmal eine situation, dass ich (es war schon dunkel) mich vor herannahenden passanten mit einem sprung in die büsche rettete und versteckte.

da kam ich dann irgendwann auf die idee, dass man bei nacktausflügen besser schnell und mobil sein sollte. das auto fällt weg, da es bestimmt den einen oder anderen idioten gibt, der mit dem kennzeichen zur polizei rennt und anzeige wegen "erregung öffentlichen ärgernisses" erstattet.

so kam ich also auf die idee mit dem rad, denn da kann man auch die kleidung prima an einer lenker- oder satteltasche mit sich führen und bei bedarf schnell wieder anlegen.

schade, dass weibliche nacktheit gesellschaftlich so akzeptiert ist - und männliche dagegen leider nicht. eine frau, die nackt rad fährt würde wahrscheinlich begeisterung und wohlmeindene blicke und pfiffe auslösen. schliesslich blitzen uns ja auf jedem 2. werbeplakat mehr oder weniger bekleidete frauen entgegen. bei einem nackten mann denken die meisten doch eher "perverser", "exhibitionist" oder gar "kinderschänder".

naja, vorgestern, so gegen 23.00 hielt es mich nicht länger und ich schnappte mir mein bike, short und t-shirt und fuhr los. irgendwie braucht es eine zeit, bis ich mich so wohlfühlte, schon mal das shirt auszuziehen. und irgendwann war die hose dann auch weg und ich fuhr nackich am rheinufer entlang. aber an der stadtabgewandten, menschenleeren und eher unbeleuchteten seite. also mehr oder weniger nur im licht der sterne... :-)

mit der zeit werde ich dann mutiger. die rheinbrücke überquerte ich bekleidet, denn dort ist mir zuviel autoverkehr. aber dann an der rheinpromenade war ich wieder "komplett ohne". dort sassen einige grüppchen junger leute auf den wiesen und den bänken.

reaktionen = null.

die meisten haben mich wohl auch gar nicht gesehen, denn in der dunkelheit ist ein radfahrer, der in ca. 50 - 75 m vorbeirauscht auch eher ein kleiner dunkler punkt am horizont.

>>>

 







nur einmal sah ich, dass mich ein junger mann schon in ca. 30 - 50 m neugierig anstarrte und den kopf dann nach mir drehte, als ich in ca. 5 m entfernung an ihm vorbeiradelte. ich glaube aber, dass er sich gar nicht sicher war, was er da im schwachen licht der laternen gesehen hat.

ich muss zugeben, dass es ein wenig kribbelte und ich wunderte mich schon sehr über mich selbst, denn exhibitionistische neigungen sind mir doch eher fremd.

da war ich dann so mutig, dass ich noch durch den angrenzenden park fuhr.

das war sehr mutig. und dumm, denn ich hatte ganz vergessen, dass gerade dieser park nächtlicher treffpunkt der "jungs vom anderen ufer" ist. okay, dachte ich mir, die schwulen sind mit sich beschäftigt und wenn mich einer sieht? auch egal... solange keiner von denen hundertmeter-sprinter ist, bin ich mit meinen 27 gängen schneller um die ecke als die gucken können.

ging auch alles ganz gut. ich habe dann doch eher die abseits liegenden wege gewählt. am ende noch schnell durch eine lichtdurchflutete fussgängerunterführung - sozusagen als abschliessende mutprobe. da latschte nur ein tippelbruder rum, der gar nichts mitbekommen hat.

aber dann bemerkte ich auf einmal, dass ein radfahrer hinter mir war. zufall, dachte ich mir und bog ab. mist! der kerl folgte mir in ca. 30 m abstand. ich trat in die pedale. er zog auch an. da wurd es mir zu bunt und ich gab gas und bog schnell in die nächste abbiegung ab. er folgte mir nicht mehr, aber ich hörte ihn irgendwas auf türkisch (oder einer anderen sprache) rufen.

danach bekleidete ich mich in einer abgelegenen ecke und fuhr nach hause.

einerseits ist da der gedanke "mensch, das war nervenkitzel. ich hör mit dem scheiss auf." andererseits merke ich schon, wie es mich bei diesem schönen wetter schon wieder juckt, das rad rauszuholen.

vielleicht stimmte es aber auch, dass man eher nachts solche negativen reaktionen zu befürchten hat. denn wer schon nachts nackt durch einen park radelt, der scheint ja was im schilde zu führen. das leuchtet mir ein. und es ist vielleicht auch einfacher bei sonnenschein und wärme die "hüllenlosigkeit" auf dem rad zu begründen.

aber für den einsteiger ist der schutz der dunkelheit vielleicht doch der bessere einstieg. es kommt eben auf die richtige wahl der örtlichkeit an.

im moment bin ich aber noch nicht so weit, dass ich mich traue tagsüber nackt zu radeln. mal sehen, ich kenne ein paar einsame ecken am rhein, an denen man sich auch hüllenlos sonnen kann. vielleicht wage ich dort mal einen versuch...

wäre natürlich einfacher, wenn man gleichgesinnte begleitung hätte. da würde man sich sicherer fühlen...

keep on riding...

tom

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