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Nackttour von Dachau ..

Nackttour von Dachau zum Feringasee (21km)

von und mit Ad Peter


Hallo! Kaum habe ich mich registrieren lassen, schon lasse ich hier einen Bericht los. Grund ist, dass wir einem begegnet sind, der hier viel liest.

Vor ca. anderthalb Jahren hatte ich eine Tour von Dachau zum Feringasee ausgekundschaftet, weil ich auch mal für uns alle eine Tour à la FKK-Classic-in-KA in/bei München organisieren wollte. Damals war es noch Winter und habe einige neuralgische Stellen mit dem Auto angefahren und auf der Karte markiert.

Endlich am Samstag haben Ondy und ich diese Strecke "ausgetestet". Es stellt sich heraus, dass die Strecke landschaftlich sehr schön und auch abwechslungsreich ist. Nun im einzelnen:

Bevor wir mit der Tour anfingen, fuhren wir mit 2 Autos zum Feringasee, stellten meins mit den Radldachträgern dort ab und fuhren dann mit Ondy's Auto nach Dachau zurück.

Punkt 10 Uhr starteten wir noch angezogen in Dachau los. Nach gut 2 km haben wir uns der lästigen Kleidung entledigt, nachdem wir zunächst einen Radler und 2 Jogger abgewartet hatten, bis sie vorbei waren. Nackt fuhren wir gleich am Badesee vorbei, wo eh einige FKK-ler beim Baden waren. Danach ging es durch einen lockeren Wald und am Bach entlang zur nächsten von Autos befahrbaren Straße. Wir schauten noch in die Karte rein, ob es die richtige Straße war und es soll dann so sein. (Nach hinein war es doch eine Straße zu früh, was jedoch nicht schlimm war.)

Nachdem wir diese Straße befuhren, kamen wir in einem Ortsteil von München auf eine Einmündung zu einer Hauptstraße zu, auf der wir gerade ein Polizei-Streifenwagen an uns vorbeifahren sahen. Pffft, die haben uns nicht gesehen. :-) Naja, eine kleine Auseinandersetzung mit den Jungs vom grünen Trachtenverein wollten wir uns doch lieber nicht einlassen. *g* An der Einmündung gelangt, hörte ich was von "Das ist verboten" oder so ähnliches (Anmerkung der Autoren: Wir sind schwerhörig und konnten nicht alles verstehen). Wir fuhren unbeirrt weiter auf der Hauptstraße auf eine Ampelkreuzung zu. Zum Glück schaltete die Ampel gleich auf Grün und wir konnten zügig die Kreuzung passieren und waren schon wieder aus dem Ort raus. Dabei überholten wir ein älteres Ehepaar, wobei die Frau nach uns schrie und sich beschwerte.

Dann kam ein geschlossener Bahnübergang, wovor ein Auto vor uns stand, und wir stoppten weit hinter dem Auto im Schatten eines Busches. Nachdem die Schranke sich öffnete, fuhren wir weiter. An der S-Bahnlinie entlang fuhren wir unter einem Autobahn-Dreieck durch zu einem Erholungswaldstück, wo wir gleich eine erste kurze Pause einlegten. Dann ging es weiter Richtung Lustheim des Schleißheimer Schlosses. Auf dem ehemaligen Gelände mit der Heidelandschaft des ganz früheren Flughafens von München fanden wir uns plötzlich auf einer BMX- oder Motorcross-Bahn wieder, wo ich eine kleine Panne hatte. Die Kette war rausgesprungen. Gleich repariert, fanden wir den Weg weiter, der uns an einem kleinem Dörfchen vorbei zum Lustheim führte. Dort angekommen begegneten wir auf einem Parkplatz (wenig los) wieder angezogene Radler und Fußgänger groß und klein, die uns keine besondere Vorkommnisse bescherten.

Nach dem Überqueren einer Landstraße fuhren wir im Waldstück zu einem ehemaligen Steinbruch, wo wir eine längere Pause eingelegt hatten. Über uns überflogen 4 Sportflugzeuge, die zu diesem noch in Betrieb befindlichen o.g. Flughafen, jetzt Flugplatz, wollten. Dabei hatten wir über die Hälfte (ca. 13km) der Strecke schon geschafft. Zuerst dachen wir, wir hätten nur 1/3 der Strecke (später mehr).

Nach der Pause fuhren wir am Schleißheimer Kanal entlang weiter Richtung Osten und mussten dabei eine 4-Spurige Bundesstraße überqueren. Leider schaltete die Fußgängerampel nicht gleich auf Grün, so dass wir warten mussten. Da hielt ein Auto direkt vor uns an und einer der Türken fragte uns, ob wir kein Höschen hätten und hatte dabei gelacht. Der andere Türke sagte was von Kindern, die uns sehen könnten. (Dabei hatten uns schon einige Kinder gesehen). Wir waren leider nicht schlagfertig genug und sagten dazu nichts, haben uns aber von denen gar nicht beeindrucken lassen. :-)


>>>

zum Feringasee bei München






Nach der Überquerung waren wir wieder einsam auf dem Radl- und Spazierweg gelandet und begegneten einem Radler, der uns mit "Servus" begrüßte. Nach einer Weggabelung - wir hielten an, weil wir nicht genau wußten, wie es weiter ging - war dieser Radler plötzlich hinter uns. Er hatte gewendet. "www.nacktradeln.de, seid ihr das?" Ich nannte ihm www.wald-fkk.de und www.fkk-freun.de. Da sagte er uns, dass er da öfters reinschaue und auch gerne nackt radeln würde, ihm aber der Mumm fehle. Schade! Er fragte uns nach woher und wohin. Von Dachau zum Feringasee wollten wir und er meinte, dass es von hier aus nur noch ca. 10 km wären. Und wir hatten laut Tacho schon ca. 15 km hinter uns.

Dann überquerten wir eine Autobahnbrücke und überholten dabei ein älteres Paar, die uns vor lauter Stauschauen nicht bemerkten *g*, und dann kamen wir in einem Dorf auf die nächste Bundesstraße, die wir ein paar Meter entlangfuhren. Keine Reaktionen seitens der Autofahrer. Dann verließen wir die Bundesstraße und ab ging es zu den mittleren Isarauen. Dabei nahmen wir einen Weg früher als geplant. Die Isar erreicht, radelten wir isaraufwärts entlang bis zu einer Brücke und überquerten die Isar und verließen die Auen. An einer Straße angelangt, ging es wieder parallel entlang und dann waren wir wieder auf einer Nebenstraße. Kinder begegneten uns und weiter ging es. An einem Bahnübergang waren ein paar Bauarbeiter, die ihrer Arbeit nachgingen und dann überquerten wir einen Kanal im Zig-Zag-Kurs und schon waren wir auf dem Weg zum lang ersehnten See. Unsere FKK-Halbinsel war aber gegenüber, so radelten wir im textilen Teil am Westufer des Sees entlang. Da passierten wir unter anderem ein Vater mit 2 nackten Buben (ca. 4 - 6 Jahren), die sich an unserem Anblick erfreuten. Endlich waren wir nach ca. 21 km um ca. 13 Uhr angekommen. :-) Mit Erstaunen bemerkten wir, dass am See trotz schönem Wetter recht wenig los war.

Nachdem wir unser Gummiboot und Sonnenschirm aus dem Auto geholt hatten, hatten wir Hunger und wollten zum Kiosk, der außerhalb aber vor dem FKK-Gebiet lag, gehen. Ondy wickelte sich ein Badetuch um und ich blieb nackt. Ondy meinte, ich sollte mich auch umwickeln, weil es schon seitens der Bedienung Beschwerden gab. Aber das wollte ich nicht. Ich bestellte 2 Semmeln und bekam sie auch, dann sagte die Verkäuferin, dass ich mich das nächste Mal doch umwickeln solle. Sie hätten Anweisungen, keine Nackten zu bedienen. (Ich war ein paar Stunden nackt und nix wars, und dann das? Nee, da wollte ich nackt bleiben! Oder ziehen sich die Badebehosten auch was über, bevor sie zum Kiosk gehen?) Ich werde dem Verein für Erholung dort einen Brief schreiben, dass ich das nicht einsehen möchte. Ondy bekam seinen Wurstsalat ausgehändigt. Dann vergnügten wir uns am diesen schönen Badesee einschließlich einer mehr oder weniger ungeschickten Gummibootsfahrt.

Nach wiederum 3 Stunden kam ein Gewitter auf und wir packten alles zusammen und verstauten - wie wir geboren sind - alles ins und aufs Auto und dann ging es heimwärts. Ich fuhr nackt und Ondy hatte sich schon angezogen gehabt, weil er noch was einkaufen wollte. Während dessen zog ich mein (von den Türken vermisstes) Höschen an *g*.

Hm, da habe ich nicht viel von vielen Begegnungen erzählt, weil sie ja nicht besonders negativ oder positiv waren. Das ist eigentlich schön, dann kann Nacktheit als normal gesehen werden. :-) Kinder haben uns bei Begegnungen schon nach uns umgeschaut, weil wir nackt waren, was für sie außergewöhnlich war. Aber dass sie einen Schock bekommen, entging unseren Erkenntnissen :-) Leider habe ich keine Fotos gemacht, obwohl ich eine Kamera dabei hatte. Das nächste Mal vielleicht.

Ad Peter


Anmerkung der Red.:

'Ondy' ist nicht identisch mit 'onby' aus Düsseldorf, der hier auch mehrere schöne Fahrberichte veröffentlicht hat.
Danke für diesen detailreichen Bericht!
Er wird vielen zu Nutz und Frommen sein.



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