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Nacktradeln mit Rainer

Nacktradeln von Baden-Baden an den Rhein

von und mit Rainer :)


Gestern hatte ich wieder meinen beliebten Nacktradeltag.

Nackig Radfahren macht Freude und alle könnens sehen.

Ich fuhr meine Stammstrecke zum Kriegersee nach Söllingen, die ich nun zu zwei Dritteln nacktifiziert habe.
Ausziehpunkt ist am Ortsrand von Sinzheim, einem Vorort von Baden-Baden, mitten in der schnuckeligen Pappelallee zum Hofgut Tiefenau.

Man fährt auf dem Fahrweg um das Hofgut herum und gleich danach geht es auf einer kleinen Brücke nackig über die Autobahn. Ich fuhr langsam über diese Brücke, und wurde dabei durch das eine oder andere Hupsignal angefeuert.
Ein älterer Herr auf dem Rad kam mir entgegen und machte ein wohlwollendes Gesicht.

Dann führt mein Weg durch den Bruchwald und die dortige Rinderzucht. Es war früher Nachmittag und die Kühe waren noch in der Mittagspause.

Nach einer weiteren Strecke im Wald biege ich auf die zuständige Kreisstraße ein, um auf dem Radweg dort bis nach Hügelsheim zu fahren.
Die Straße von Kartung nach Hügelsheim ist auch mittags gut frequentiert und die Fahrzeugführer erfreuen sich natürlich, wenn mal so gutaussehender Wildwechsel an der Fahrbahn auftaucht.

Eine diesbezügliche Kfz-Kollision wegen Spurüberschneidung konnte von der betreffenden Dame durch eine Vollbremsung verbunden mit entschlossenem Gegenlenken noch knapp vermieden werden.

Wenige Meter darauf komme ich aus dem Wald heraus auf freie Flur, wo man mich über viele hundert Meter sehen kann.
Das macht Spaß

Die entgegenkommenden Radfahrer ließen sich nichts anmerken, denn sie sind in der Schnelle der Begegnung noch unentschlossen, wie sie ihrer Begeisterung über einen so hübschen Nacktradler Ausdruck verleihen sollen.

Der Automobilverkehr an der Straße lief etwas langsamer als gewohnt, und auch mancher minderjährige Pilot von Kleinkraftfahrzeugen nahm etwas Schub heraus, um sich einen längeren Blick auf diese leckere Verkehrserscheinung zu gönnen.

Kurz vor der Ortseinfahrt Hügelsheim biege ich ab auf freies Feld, um vor der ersten Häuserzeile etwas Parade zu fahren.

Dann komme ich auf den vielbegangenen Zufahrtsweg zu einem außerhalb gelegenen Viertel.
Ein netter Junge aus der Nachbarschaft rief vorsichtshalber schon mal den Hund, und eine ältere Dame auf ihrer Bank sieht eh nicht mehr gut.
Auch die PKW stoppten hier etwas länger an den Verkehrberuhigungskübeln, als an und für sich erforderlich wäre.

Aber geschwind bin ich schon wieder am Bebauungsrand abgebogen, noch eine kurze Häuserzeile, dann fahre ich auf einem Feldweg Richtung Baden-Airport, der direkt neben Hügelsheim beginnt und als ein Sperriegel zwischen Hardtwald und Rhein liegt.

Als nackiger Radler muß man sich nun etwas Zickzack an der Nordostecke des Flughafens durchquetschen, aber es geht.

Man wird mit den fruchtbarsten Perspektiven entlohnt, während Luftfahrzeuge über einem aufsteigen.

Zunächst geht es am Bauhof vorbei.
Dann die Flughafeneinfahrt entlang, wo der eine oder andere Automobilist meinen Auftritt als Unterhaltungsdreingabe der preisgünstigen Fluggesellschaft mißversteht.
Der LKW-Verkehr zur Luftverladestation nahm mich aber gar nicht vernehmlich zur Kenntnis.

Vor der Einmündung auf die B36 wechsle ich die Straßenseite und radle in einem wundervollen Bogen um den Aussichtshügel herum, der gerade neu planiert wird.

>>>

Dann geht es der B36 entlang zum neuen Stauwehr des Rheinseitengrabens.

Die Bundesstraße ist sehr stark frequentiert und man kann streckenweise alles gut sehen.
Also schauten alle nach Herzenslust, denn das gefällt.
Der Verkehrsfluß an dieser Stelle ist sonst eh zu schnell.

Auf dem Stauwehr fahre ich öfter mal nackig. Es ist noch Baustelle.
Ausgezogen trägt man erheblich zur Auflockerung des Baugeschehens bei.
Auch bin ich hier von weitem und von 3 Straßen aus einsehbar (B36, Rheinseitenstraße und Verbindungsstück auf dem Wehr).

Dann kommt ein Stück Rennstrecke direkt auf der Fahrbahn der Rheinseitenstraße, da der Hauptdamm z.Z. gesperrt ist.

Aufgrund ausgezeichneter körperlicher Verfassung beschleunige ich hier auf bis zu 30 Stundenkilometer, wobei mir ganz schön das Wasser aus dem Arsch läuft.

Die zweieinhalb Kilometer Rheinseitenstraße habe ich schon immer mal nackig gepackt. Es gibt viel Hallo von den vorbeirasenden Autos (es sind natürlich vor allem die Damen) und vorüberziehenden Radfahrvereinen.

LKW-Fahrer und Handwerker sind regelmäßig erbaut, was sie da beim Frühstück erzählen können.
Die FKK-Jünger vom Kriegersee sind diejenigen, die es regelmäßig am allerwenigsten glauben.
Aber was wollen d i e da eigentlich sagen?

Neulich sind mir welche mit dem Wagen hinterhergeschlichen.

Heute aber kamen mir auf der Straße zwei Muttis mit Kinderschar auf dem Rad entgegen.
Die Kids wußten nicht so recht, ob sie ihre Begeisterung zeigen durften. Die Glucken schauten aber sehr böse rüber.

Ich finde es absolut unverantwortlich, kleine Kinder frei im Verkehr auf einer so gefährlichen Straße radfahren zu lassen.

Noch einmal die Nato-Rampe bei Söllingen rauf
- und Hurra, schon angekommen:
zum Nackigspringen am Baggersee !

Streckenlänge nackig: 12 km (gesamt 19).

..und nun das ganze zurück:

Ich machte etwas früher Schluß am Strand als gewöhnlich, damit es noch schön warm zum nachhausefahren war.

Jetzt war zum Feierabend die Hölle los auf allen Radwegen, weil sich dieser schöne Tag ideal zum Ausfahren eignete.

Überall Radler und Skater jeden Alters.
Und alle total bekleidet! Ich wunderte mich schon ein bißchen.
Aber die wunderten sich schon gar nicht mehr über mich, kann ja mal passieren, daß man beim Baden die Hose verliert.

Auf der Straße zur Hardtwaldsiedlung in Hügelsheim (die vielbegangene) war wirklich viel Verkehr.
2 Mädels liefen mit keusch gesenktem Auge an diesem nackigen Fahrradfahrer vorbei.

Auf der Kreisstraße im Wald wirkte ich wieder segensreich im Straßenverkehr, indem ich den einen oder anderen Motorradfahrer anregte, das Tempo etwas zu drosseln.

Erst am Hofgut Tiefenau begegnete ich einem Herrn in einem billigen Geländewagen, der mich äußerst bestürzt ansah. Sein Gesicht passte nicht schlecht zu den R-Parteien - ob das der Förster gewesen ist ?
[Abmerkung des Lektors Februar 2004: Ja !!]

Aber ich hatte schon soviel Spaß heute - 24 km nackig gefahren !
- meine gute Laune war nicht mehr zu kippen.

Anziehpunkt wieder in der Allee nach Tiefenau
- ach es kamen noch so viele lohnenswerte Radfahrer des Wegs - am liebsten wäre ich nackig weitergefahren.

Leider folgen dann aber gefährliche Tiefen des Straßenverkehrs - die muß ich mir erst mal nackig erarbeiten.

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